Dr. Markus Söder (CSU) im Wirtshaus "Bella Tandori"
„Unser Gesundheitssystem zu erhalten, dafür kämpfe ich und diesen Kampf bin ich bereit, für die bayerischen Patienten und die bayerischen Ärzte aufzunehmen“, so Gesundheitsminister Dr. Markus Söder (CSU) im Wirtshaus „Bella Tandori“. Dort sprach er auf Einladung seiner Landtagskollegin Kerstin Schreyer-Stäblein mit rund 90 Ärzten und Patienten über aktuelle gesundheitspolitische Themen.
Seit sie im Herbst letzten Jahres ihre Arbeit im Landtag aufgenommen hat, bringt die Unterhachingerin Kerstin Schreyer-Stäblein immer wieder Bürgerinnen und Bürger aus ihrem Stimmkreis mit bayerischen Staatsministern zum Gespräch über aktuelle politische Themen zusammen. So wie jüngst der Bildungsgipfel mit Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle stieß jetzt auch die Einladung zum Treffen mit Lebensminister Dr. Markus Söder auf große Resonanz. Im bis auf den letzten Platz gefüllten Wirtshaussaal an der Grünauer Allee diskutierten Publikum und Politiker gut zwei Stunden angeregt über eine breite Palette an Themen.
So wie die Ärzte kein Hehl aus ihrer Enttäuschung von der am 1. Januar in Kraft getretenen Gesundheitsreform machten, so erwies sich der Staatsminister als ebenso schlagfertiger und kompetenter Gesprächspartner von Medizinern wie Patienten. Beiden solle es in Bayern nicht schlechter gehen, versprach Söder, der kein Hehl aus seinen Differenzen mit Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) machte. „Eines darf ich Ihnen sagen, es ist alles nicht so einfach wie es sich anhört“, sagte Söder aber auch. Gleichwohl werde er mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln, mit seiner Partei im Allgemeinen und seiner Landtagsfraktion im Besonderen im Rücken „dafür kämpfen, dass das Geld im Gesundheitssystem wieder bei denen ankomme, die es brauchen.“
Seine Ziele lauteten „Regionalität statt Zentralismus, mehr Therapie statt Bürokratie und die Freiberuflichkeit der Ärzte statt einer Staatsmedizin.“ Es dürfe nicht sein, das der durchschnittliche Patientenkontakt eines Arztes heutzutage sieben Minuten dauere und der damit verbundene Bürokratieaufwand doppelt so lang. Der Verunsicherung der Patienten und der Frustration der Ärzte gelte es entgegenzuwirken, sagte Söder. So setze er sich nicht nur für ein Patientensicherungsgesetz ein, sondern auch dafür, „dass eine freie Gebührenordnung für die Ärzte sauber ausgehandelt wird.“ Ziel sei „eine Struktur, die den Patienten in den Mittelpunkt stellt.“ Wenn es den Ärzten gut gehe, ginge es auch den Patienten gut, so Kerstin Schreyer-Stäblein, die dem Publikum abschließend dafür dankte, dass der Staatsminister aus der Fülle der Wortmeldungen an diesem Abend viele wertvolle Anregungen in sein Ministerium mitnehmen k onnte.
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