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Icking - Bergblick und Natur pur

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Künstler und Naturliebende Verfasst von Isartal Redaktion am 12.12.2008
Icking - Künstler und Naturliebende Bildrechte: Rainer Feike / Baierbrunn | mehr

Icking ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Der Ort gehörte zum Rentamt München bzw. zum Landgericht Wolfratshausen des Kurfürstentums Bayern und war bis zur Säkularisation eine offene Hofmark des Klosters Schäftlarn. Icking wurde 1818 im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern eine selbstständige politische Gemeinde.

Das Gymnasium Icking wurde 1921 durch eine Elterninitiative gegründet. Am 23. August 1960 wurde der Vertrag unterzeichnet, der aus dem Gymnasium Icking eine staatliche Anstalt macht. Heute verfügt das Gymnasium über drei Ausbildungsrichtungen: Humanistisch, Mathematisch-Naturwissenschaftlich und Neusprachlich. Zur Zeit besuchen über 900 Schüler das Gymnasium.

Das Gebiet der Gemeinde Icking war schon in vorgeschichtlichen Zeiten besiedelt, wie dies bronzezeitliche und urnenfelderzeitliche Funde belegen:

Ein Opferplatz und zwei Lappenbeile in Irschenhausen, eine Gürtelschnalle aus einem Grabhügelfeld in Icking und ein Bronzeschwert vom Ickinger Wehr. Eine Villa rustica weist auf Römer in Icking hin. Das frühe Mittelalter zeigt sich in merowingischen Tuffplattengräbern in der Irschenhauser Kirche.

806 wird Icki ng erstmals in den Traditionen Nr. 20 von Kloster Schäftlarn erwähnt: Heinrich und dessen Sohn Walther schenken ihren Erbbesitz in Icking dem Kloster Schäftlarn. Auch im Urbar N. 405 von Kloster Tegernsee wird Icking 1289 erwähnt: In Icking besitzt das Kloster eine Curia (1/1 Hof). Irschenhausen wird erstmals in den Traditionen Nr. 16 von Kloster Schäftlarn erwähnt: Landfried übergibt Güter in Irschenhausen an das Kloster Schäftlarn. Wadlhausen wird erstmals 776 erwähnt, Walchstadt 780, Dorfen 810 und Attenhausen 1140.

Auch die Kirchen der Gemeinde sind wichtige historische Zeugnisse der Orte. Zu Hl. Kreuz in Icking: Spätgotischer Bau um 1500 mit Resten eines romanischen Vorgängerbaus.

Zu St. Anian in Irschenhausen: 1140 Weihe der Kirche durch Bischof Otto I. von Freising. Ein gotischer Bau des 14.–15. Jahrhundert mit Fundamentmauern eines romanischen Apsisbaus. Zu St. Bartholomäus in Walchstadt: Spätgotischer Bau um 1685. Zu St. Johannes in Dorfen: Erbaut 1728 – 1730 auf Fundamenten eines gotischen Vorgängerbaus. Icking hatte 1871 zehn Anwesen und 284 Einwohner sowie ab 1875 eine eigene Schule. Die Gründung der ersten Feuerwehr fällt in das Jahr 1876. Die stürmische Entwicklung Ickings erfolgte erst nach der Einweihung der Isartalbahn 1891. Die Erschließung des Höhengeländes westlich und nördlich des Bahnhofs beginnt 1908 mit der Einreichung einer Baulinienfestsetzung.

In der Gemeinde Icking lebten eine Anzahl bedeutender Persönlichkeiten wie z.B. der Dichter Rain er Maria Rilke, die Maler Karl Wilhelm Diefenbach, Adolf Erbslöh und Erich Erler, die Schauspieler Dieter Borsche, O.W. Fischer, Gerd Fröbe und Günther Schramm, die Historiker Golo Mann und Thomas Nipperdey, der Schriftsteller D.H. Lawrence, die Frauenrechtlerin Anita Augspurg, die Opernsängerin Luise Willer, der Kunstmaler und -pädagoge Adolf Schleicher und schließlich der Miterfinder der Daktyloskopie (Fingerabdruckverfahren) Geheimrat Robert Heindl.

Auch kulturell und freizeittechnisch hat Icking Einiges zu bieten. Neben dem hohen Freizeitwert bedingt durch die Nähe zu den Alpen, die zu wunderschönen Wanderungen einlädt, hat Icking ein reichhaltiges Vereinsleben und zahlreiche hochwertige kulturelle Angebote wie z.B. den Ickinger Konzertzyklus, das Hollerhaus und das Kunsthaus Orplid.

Link zur Gemeinde: http://www.icking.de

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