01.08.2010 / 07:36

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Bürger und Gemeinden über das schöne Isartal bei München

MdL Kerstin Schreyer-Stäblein zum Thema A99 Südring

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A99 Ringschluss nicht dringlich Verfasst von Isartal Redaktion am 10.02.2009
Stau im Isartal Bildrechte: Mihai Musunoi / Fotolia.com | mehr

Isartal.info sammelt Meinungen und Stellungnahmen zum Thema A99 Südring. Auf Anfrage hat uns die Abgeordnete des Landtags, Frau Kerstin Schreyer-Stäblein freundlicherweise folgenden Text zur Veröffentlichung übersandt:


Keineswegs dringend notwendig sei der geschlossene Autobahnring rund um München. Dies stellt die Abgeordnete des Stimmkreises München-Land Süd, Kerstin Schreyer-Stäblein, fest. Derzeit laufe eine Machbarkeitsstudie, deren Ergebnis noch abgewartet werden muß. „Sonst wäre diese Studie auch gar nicht notwendig gewesen, wenn wir schon heute wüssten, in welche Richtung sie zielt.“
Schreyer-Stäblein hält das Argument für haltlos, dass Metropolen stets einen Autobahnring hätten. „Das gilt keineswegs für jede Großstadt!“ Unbestritten seien die Verkehrsprobleme, von denen etwa der Norden und der Osten des Landkreises München und auch die Landeshauptstadt selbst betroffen seien. Hier müssten auch Lösungen gefunden werden, um die Kommunen von Verkehr zu entlasten. „Gemeinsam müssen wir uns bemühen, aus den Gemeinden und Städten herauszuleiten. Die Unterhachinger Stimmkreisabgeordnete verspricht sich vor allem durch die B 15 neu Verbesserungen: „Nicht jeder Autofahrer, der jetzt um München herum unterwegs ist, möchte wirklich auch diesen Weg einschlagen. Er nimmt ihn, weil er gar nicht anders aus kann.“ Auch sei die Landeshauptstadt gefragt den Luise-Kieselbach-Platz verkehrstauglich zu gestalten. Verfrühten Rufen nach einem Ringschluss entgegnet die 37-Jährige: „Wenn München den Südring haben möchte, dann soll München auch schauen, ihn auf eigenem Grund und Boden zu realisieren.“ Es mache keinen Sinn, jetzt von ungelegten Eiern zu sprechen, so lange nicht die Fakten der Machbarkeitsstudie auf den Tisch seien.
Die Landtagsabgeordnete plädiert dafür, erst alle Maßnahmen auszuschöpfen, um den Verkehr um München bestmöglich umzuleiten. Sollte dann tatsächlich keine Verbesserung der Belastung für die Bewohner des Großraums entstanden sein, dann müsste über weitere Maßnahmen gesprochen werden. „Wir haben einen Auftrag, der nicht nur den Autoverkehr betrifft“, so Schreyer-Stäblein. „Wir müssen auch die Interessen der Natur beachten, außerdem werden uns horrende Kosten ins Haus stehen, die wir auch beachten müssen. Immerhin sind das Steuergelder.“ Eine Entscheidung für einen möglichen Ringschluss könne folglich nicht unbedacht erfolgen. Egal, ob nun eine Südanbindung oberirdisch oder unter der Oberfläche angedacht wird, würden große Probleme bevorstehen: „Entweder es gibt einen massiven Einschlag in die schöne Natur des Isartals oder Gemeinden werden übermäßig belastet.“ Schreyer-Stäblein macht darauf aufmerksam, dass nicht jede Kommune im Süden des Landkreises München einen Autobahnanschluss bekommen könnte. Folglich würde der Verkehr durch Gemeinden durchgehen, um den nächsten Anschluss zu erreichen. Damit werden Probleme nicht gelöst, sondern verschoben.

Frau Kerstin Schreyer-Stäblein ist für die CSU im im Bayerischen Landtag als direkt gewählte Abgeordnete des Stimmkreises München-Land-Süd. Sie arbeitet in den Ausschüssen "Ausschuss für Bildung, Jugend und Sport" und "Ausschuss für Eingaben und Beschwerden".

Weblink: http://www.schreyer-staeblein.de

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Kommentare unserer Leserinnen und Leser

Erstellt von Gast (nicht überprüft) am 1 August, 2009 - 11:28.
# 31
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Kommentar:

Der ganze Mobilitätsanspruch unserer Gesellschaft ist doch Unsinn. Die Zeiten als der fließende Verkehr den Wohlstand spiegelten sind vorbei, Autofahren an sich ist asozial weil es die Natur zerstört und unwiederbringliche Ressourcen vernichtet.

Je weniger Straßen desto besser. Zusätzlich sinkt die Bevölkerungszahl in D, und nur damit der Stuttgarter schneller nach Italien kommt muss ich die Isar nicht versauen.

Ein problemgerechter Benzinpreis von 5 Eur würde das Problem erledigen.

Erstellt von Loisachtaler (nicht überprüft) am 31 Juli, 2009 - 19:36.
# 30
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19 Beiträge
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Kommentar:

Hier wird wie immer nach dem Florias-Prinzip verfahren. Jeder will fahren, schnell in den Urlaub, schnell in die Stadt & noch schneller wieder raus.
Doch wenns darum geht, ausreichende Straßen zu bauen, dann plärrt jeder: "Na bei uns ned".
Mann sollte sich mal überlegen, was ein geschlossener Südring auch für den Süden bringen würde:
- ein aufwändige Umgehung in Bad Tölz (Verbindung A95-A8; jetzige B471) würde daruch wohl hinfällig werden.
- in WOlfratshausen wird seit _JAHRZEHNTEN_ über eine Ost-West-Umgehung nachgedacht. Kaum Chancen auf Realisierung, da durch die Pupplinger Au gebaut werden müßte.
- die Grünwalder Brücke wird auch immer wieder diskutiert zu ersetzen, da die Straße auch durch den Ort geht.
- in Schäftlarn wird über ein Nord-Süd-Umgehung nachgedacht. Dort läuft auch ein Großteil des Verkehrs Richtung OSten zur Autobahn.

Ferner würde auch die A99 im Osten & Norden entlastet, (auch dort soll massiv ausgebaut werden) da der Verkehr sich aufteilen würde.
Wohl hätte man sich den Tunnel am Luise-Kiesslbach-Platz sparen können, aber dafür ist es wohl nun zu spät.

Für diese Kosten wäre der Südring wohl 3 mal gebaut. Auch mit vielen & langen Tunnel.
Auch dass wenn der Südring nicht kommt, sämtliche Umgehungspläne in der Region auf Jahrzehnte auf Eis liegen bedenkt wohl niemand.

Erstellt von Gast (nicht überprüft) am 26 Mai, 2009 - 00:27.
# 25
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Kommentar:

Hier wird wieder einiges falsch gesehen: Ein Autobahnring soll Verkehr von der Stadt fernhalten, der dort nichts zu suchen hat. Selbstverständlich sollte dafür eine möglichst umweltverträgliche Trasse gewählt werden. Wenn jetzt aber seitens einiger Südringgegner gefordert wird, dass der Autobahn-Südring gefälligst auf Grund und Boden der Stadt München gebaut werden soll, dann ist dies genau das, was nicht das geringste mit einem Autobahnring zu tun hat - er soll ja gerade außerhalb der Stadt verlaufen, wie dies jetzt bei der bestehenden A99 auch der Fall ist. Sonst hätte man ja dann gleich auf einen Autobahnring verzichten und den Mittleren Ring untertunneln können. Der Luise-Kiesselbach-Tunnel ist natürlich auch nicht die Lösung des Problems, weil dann die Verkehrsströme, die in der Stadt nichts zu suchen haben, weiterhin in der Stadt bleiben. Deshalb verstehe ich auch nicht die Behauptung, der Autobahn-Südring ist überflüssig, weil ja der Tunnel am Luise-Kiesselbach-Platz gebaut wird (der ist ja außerdem erst in 6 - 7 Jahren fertig!). Wäre etwa der Petuel-Tunnel ein Ersatz für den Nordring - sicher nicht. Der Mittlere Ring und der Autobahnring erfüllen ja grundsätzlich unterschiedliche Funktionen: Am Mittleren Ring soll der örtliche Verkehr rollen und auf dem Autobahnring der überörtliche Verkehr. Nur so kann der Verkehr in der Region München optimal verteilt werden, was jetzt keineswegs der Fall ist. Es gibt ja jetzt wegen des fehlenden Autobahn-Südrings immer noch das Nadelöhr im Münchner Süd-Westen!
Man hat sich nun mal dafür entschieden, überörtlichen Verkehr über einen Autobahnring um die Stadt zu leiten. Konsequenter Weise muss man dies jetzt auch durchziehen und den Autobahnring im Süden schließen; denn im Süden und Süd-Westen gibt es ja nach wie vor das unzumutbare Nadelöhr, wo überörtlicher Verkehr mit örtlichem Verkehr zusammentrifft, was täglich lange Staus auslöst. Täglich kann man ja sehen, dass der Bau des Westrings für spürbare Entlastung der Durchgangsstraßen im Westen der Stadt gesorgt hat, weil der Verkehr seither besser verteilt wird. Dasselbe würde auch für den Süden gelten. Warum ging im Westen, Norden und Osten das relativ reibungslos, was im Süden so große Probleme auslöst? Warum gibt es immer nur im Süden diesen Affenzirkus? Ich sehe ja ein, dass es im Süden etwas schwieriger ist. Dort wird aber nur protestiert und kein Konsens mit den Befürwortern gesucht, was schade ist. Nein: Es führt in München wegen der katastrophalen Situation im Münchner Süd-Westen kein Weg am Autobahn-Ringschluss vorbei. Dieser ist längst überfällig, vor 30 Jahren wäre alles noch viel einfacher gewesen, weil damals der Münchner Süden noch längst nicht so zersiedelt war wie heute. Übrigens: Um Berlin gibt es einen geschlossenen Autobahn-Ring, auch dort gibt es Natur, die schützenswert ist und Anwohner, die in der Nähe des Rings wohnen. Ich frage mich, warum der Bau dort möglich war und in München nicht?! Ein Autobahnring ist im übrigen nicht dazu da, dass sich Teile des Rings gegenseitig entlasten. Der Nord-Ost-Ring ist für den Verkehr vom Norden nach dem Süden da, ein Autobahn-Südring wäre andererseits für die Verkehrsströme vom Westen nach dem Süden da. Da konnte man doch von vornherein nicht erwarten, dass die Machbarkeitsstudie zu dem Zwischenergebnis kommt, dass durch den Südring eine Entlastung des Nordrings erfolgen könnte. Nein: Ein Autobahnring soll ja gerade die Stadt entlasten - und dies würde ja der Autobahn-Südring laut Machbarkeitsstudie bewirken. Durch die bessere Verteilung des Verkehrs nach einem Autobahn-Ringschluss könnte außerdem wesentlich besser zu einer Reduzierung der Feinstaubbelastung in der Region beigetragen werden als durch eine Umweltzone und ein LKW-Transitverbot (das ja jetzt sowieso nicht optimal umgesetzt werden kann). Heutzutage müsste es doch schließlich möglich sein, mit modernen Baumaßnahmen Straßen zu bauen, die den Umweltschutz und die Anwohnerinteressen so weit wie nur möglich berücksichtigen!

Erstellt von Gast (nicht überprüft) am 24 Mai, 2009 - 21:40.
# 24
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Dass mit dem Autobahnringschluss im Süden ein äußerst umweltschädliches Nadelöhr im Südwesten Münchens beseitigt würde (das sich mit Staus und Feinstaubbelastung negativ auf die ganze Stadt und das Umland auswirkt), sieht wohl keiner der Südringgegner. Jeder weiss doch (ich auch aus eigener Erfahrung) welche Entlastung der Autobahn-Westring gebracht hat, weil Verkehrsströme aus der Stadt verdrängt wurden, die dort nichts zu suchen haben und Verkehr so besser verteilt wurde. So würde es auch im Süden sein. Natürlich sollte eine möglichst umweltverträgliche Trasse gewählt werden, natürlich sollte auch versucht werden, möglichst viel LKW-Verkehr auf die Bahn zu verlagern und die S-Bahn auszubauen. Wenn jedoch seitens der Südringgegner immer wieder von zerstörten und verwüsteten Landschaften geredet wird, dann halte ich dies für maßlos übertrieben, niemand möchte die Erholungsgebiete im Süden Münchens zerstören. Im übrigen ist der Autobahn-Südring keine neue Autobahn, sondern das letzte Teilstück der jetzt unvollendeten A99. Es ist zwar richtig, dass nicht jede Großstadt einen geschlossenen Autobahnring benötigt. Gerade München ist da aber ein schlechtes Beispiel. Hier wird der geschlossene Autobahnring benötigt, weil aus allen Richtungen sternförmig Autobahnen auf die Stadt zulaufen. So wie es jetzt ist, gibt es eben deshalb diese unzumutbare Engstelle im Südwesten, weil dort jede Menge überörtlicher mit örtlichem Verkehr zusammentrifft. Dies wird auch so bleiben, wenn der Luise-Kiesselbach-Tunnel fertig ist.

Erstellt von Gast (nicht überprüft) am 15 Mai, 2009 - 10:24.
# 22
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Kommentar:

Die Situation in München Süd wird doch nur ertragen, weil immer auf den Ringschluß gewartet wird.
Die bestehende 99 würde im Bereich Nord entlastet, wenn der Süden offen wäre.
So muss der gesamte Verkehr der A8 über den Norden geführt werden, was einen wesentlichen Umweg mit den zugehörigen Umweltbelastungen und wirtschaftlichen Nachteilen führt.
München braucht den Ringschluß - und zwar nicht erst seit heute.

Erstellt von Gast (nicht überprüft) am 1 April, 2009 - 14:12.
# 20
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Kommentar:

<>
was ist das denn für eine doofe Argumentation? Und was machen die Autofahrer heute. Richtig, durch noch mehr Gemeinden fahren, um zu einer vorhandenen Autobahn zu kommen....

Erstellt von Gast (nicht überprüft) am 1 April, 2009 - 14:09.
# 19
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Kommentar:

Liebe Frau Scheyer-Stäblein,
da scheinen aber viele andere Leute (unter anderem auch ich) ganz anderer meinung zu sein. Schauen Sie doch mal unter http://www.localxxl.com/de/thema/autobahn-suedring-muenchen/. Da ergibt sich ein anderes Bild.

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