MdL Natascha Kohnen zum Thema A99 Südring
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Isartal.info sammelt Meinungen und Stellungnahmen zum Thema A99 Südring. Auf Anfrage hat uns die Abgeordnete des Landtags, Frau Natascha Kohnen (SPD) freundlicherweise folgenden Text zur Veröffentlichung übersandt:
Machbarkeitsstudie Südring A99 – Zwischenbericht, 26. 11. 08
Der Zwischenbericht zeigt für die Landtagsabgeordnete Natascha Kohnen kaum Überraschendes, sondern bestätigt in seiner ersten Untersuchungsphase bezogen auf die Umweltverträglichkeit, dass das untersuchte Trassengebiet keine "konfliktarmen Korridore" für eine oberirdische Trassenführung aufweist. Der Überzeugung, dass der sogenannte Raumwiderstand in diesem Gebiet sehr hoch ist, ist die Abgeordnete bereits seit langem. Im Sinne des Erhalts von zusammenhängenden Naturräumen ist ein oberirdischer Südring abzulehnen.
Bei der Trassenfindung sind in diesem Bericht nun 18 Varianten aufgeführt, differenziert in unterirdische und oberirdische Abschnitte, eine weitere "Abspeckung" der Varianten soll erfolgen. Interessant wird Phase 3, welche die Kosten-Nutzen der abgespeckten Varianten aufzeigen soll – wie teuer Tunnelbau ist, ist weitläufig bekannt. Weiterhin existiert bei Tunnelbauten der vo
rgeschlagenen Längen ein immenses Sicherheitsproblem, das bisher noch nicht thematisiert wurde. Ebenso müssen aus Tunnelbauten dieser Länge die CO2-Emissionen extra in Streckenabschnitten an die Oberfläche abgeführt werden, sodass auch Tunnelbauten keine "ökologischere" Lösung wären.
Welche Perspektive kann es ohne Südringschluss geben: Man wird sich die Verkehrsleitplanung im Großraum München noch mal übergreifend ansehen müssen und intelligente Verkehrsführungen suchen. Auf lange Sicht müssen wir uns im Hinblick auf den Klimawandel und auch Energiepreise neu orientieren, weg von der Straße hin zu Alternativen des Öffentlichen Personennahverkehrs, Stichworte sind Stadtumlandbahn, Schiene.
Zum Antrag der GRÜNEN-Landtagsfraktion zum Abbruch der Machbarkeitsstudie, 06. 02. 09:
Den Abbruch der Machbarkeitsstudie für einen Südring der A99 zu fordern, ist verständlich und symbolträchtig. Doch zum jetzigen Zeitpunkt muss es darum gehen, den Befürwortern eines Südringes deutlich aufzuzeigen, dass insbesondere der hohe Raumwiderstand, d. h. die Berücksichtigung umweltrechtlicher Vorgaben, keinen Bau des Südrings zulässt – einer der Gründe, warum der Südring sinnvoller Weise aus dem Bundesverkehrswegeplan herausgenommen wurde - der Zwischenbericht zur Machbarkeitsstudie hat dies bereits in ersten Zügen aufgezeigt. Statt den Abbruch der Machbarkeitsstudie zu fordern, ist es wichtiger zu fordern, dass endlich belastbare Zahlen zu Verkehrsflüssen im Rahmen dies
er Studie vorgelegt werden, damit über die Sinnhaftigkeit bzw. den Bedarf eines Südringes befunden werden kann. Die Machbarkeitsstudie muss dazu genutzt werden, den ökologischen Supergau beim Bau eines Südrings zu belegen und die Denkweise von Politikern bei Verkehrsflüssen überregional fit für die Zukunft zu machen – eine Machbarkeitsstudie rund um eine Stadtumlandbahn sind gut angelegtes Geld, auf diesen Weg sollten wir wieder zurückkehren!
Frau Natascha Kohnen ist für die SPD im im Bayerischen Landtag als Abgeordnete des Stimmkreises München-Land-Süd.
Weblink: http://www.natascha-kohnen.de/
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