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Virusgrippepandemie - was tun? Verfasst von Isartal Redaktion am 13.05.2009
Die neue Grippe (Influenza) Bildrechte: godfer - Fotolia | mehr

Eine weltweite Epidemie wird als Pandemie bezeichnet. Eine Influenzapandemie (weltweite Grippewelle) könnte durch ein neuartiges Influenzavirus verursacht werden, das in der Lage ist, schwere Erkrankungen hervorzurufen und sich effektiv von Mensch zu Mensch zu verbreiten.

Unabhängig von sonstigen Möglichkeiten zur Grippebekämpfung, z. B. durch Medikamente oder eine Schutzimpfung gegen das Pandemie-Virus (die zumindest am Anfang der Pandemie noch nicht zur Verfügung stehen würde) ist es möglich, durch die Beachtung einfacher Hygieneregeln die Übertragung von Influenzaviren zu vermindern und somit einer Ansteckung vorzubeugen.

Die Übertragung von Influenzaviren erfolgt überwiegend durch virushaltige Tröpfchen aus den Atemwegen, aber auch über Schmierinfektion durch (Hand-)Kontakt mit kontaminierten Flächen. Gelangen die Viren auf die Schleimhaut im Nasen-Rachen-Raum, können sie in den Organismus eindringen.
Vor allem im direkten Umgang mit infizierten Personen im häuslichen Bereich sind deshalb Maßnahmen, die diese Übertragungswege unterbrechen, sinnvoll.

Allgemein gilt, dass Personen mit einer fiebrigen Erkrankung und Symptomen wie Husten und/oder Atemnot zu Hause bleiben sollen, um weitere Ansteckungen zu verhindern.

Weitere Maßnahmen sind:
• Vermeiden von Händegeben, Anhusten, Anniesen
• Vermeiden von Berührungen der Augen, Nase oder Mund
• Nutzung und sichere Entsorgung von Einmaltaschentüchern
• Gründliches Händewaschen nach Personenkontakten,
nach Benutzung von Sanitäreinrichtungen und vor Nahrungsaufnahme
• Vermeidung von engen Kontakten zu möglicherweise erkrankten Personen
• Intensives Lüften der Räume
• Vermeiden der Kontakte von erkrankten Personen zu Personen mit eingeschränkter Abwehrfunktion wie z. B. chronisch Kranke, Säuglinge, Kleinkinder

Die genannten Empfehlungen gelten nicht nur im Pandemiefall, sondern auch für ganz „normale“ Grippe- und Erkältungskrankheiten, die genau so übertragen werden können.
Weiterhin gilt ganz allgemein, dass während einer Influenza-Pandemie nach Möglichkeit Orte, an denen sich viele Personen auf engem Raum zusammenfinden, gemieden werden sollten. Dazu zählen unter anderem Sportstätten, Theater, Kinos, Kaufhäuser, möglicherweise auch Kindergärten und Schulen (siehe dazu das gesonderte Merkblatt für Gemeinschaftseinrichtungen).
Grundsätzlich gilt, dass die Schutzimpfung gegen Influenza zu den wirksamsten Vorbeugemaßnahmen gehört, um sich vor der Virusgrippe zu schützen und die Bildung einer neuen Virusvariante zu verhindern. Sie sollte jährlich, vorzugsweise von Oktober bis November, mit dem von der Weltgesundheitsorgani sation WHO empfohlenen, für die aktuelle Saison angepassten Impfstoff durchgeführt werden.

Aktuelle Literaturhinweise finden Sie auf den Internet-Seiten des Robert-Koch-Institut (RKI), http://www.rki.de

Informationen zur Neuen Grippe (Influenza)

Stand 11.05.2009, 09.00 Uhr -- Am 10.5.2009 wurde der zwölfte Fall der neuen Grippe (Influenza A/H1N1) in Deutschland bestätigt. Es handelt sich um eine 27 Jahre alte Frau aus Bayern, die in einem mexikanischen Krankenhaus Patienten mit Atemwegssymptomen behandelt hatte. Zuvor war am 7.5.2009 der elfte Fall der neuen Grippe bestätigt worden, ein Mann aus Bayern, der sich in den USA infiziert hat, wo neben Mexiko bislang die meisten Fälle aufgetreten sind. Die zwölf Fälle verteilen sich auf die Bundesländer Bayern (7), Brandenburg (2), Sachsen-Anhalt (2) und Hamburg (1). Die ersten drei Fälle waren am 29.4.2009 bestätigt worden. Für Deutschland wird derzeit eine gewisse Stabilisierung gesehen, aber nach wie vor kann keine Entwarnung gegeben werden. Mit weiteren Erkrankungen in Deutschland muss gerechnet werden.

Quelle: Robert Koch-Institut

Das Robert Koch-Institut ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit

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